Qualifizieren Sie sich für die Zukunft #NachhaltigResilient Zertifizierte Fachqualifikation zur gesundheitsfördernden Alltagsbegleitung und Alltagshilfe Gemäß §§ 43b, 53b SGB 11e (Teilzeit / Online)
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Ehrenamt oder Erwerbsarbeit?

Warum diese Trennung ökonomisch überholt ist

In der öffentlichen Debatte werden Ehrenamt und Erwerbsarbeit meist als Gegensätze behandelt. Hier das freiwillige Engagement, dort die bezahlte Tätigkeit. Diese Trennung ist historisch gewachsen – sie wird der heutigen demografischen, arbeitsmarktlichen und ökonomischen Realität jedoch immer weniger gerecht. Gerade im Gesundheits- und Sozialbereich zeigt sich: Die starre Unterscheidung ist nicht nur unpraktisch, sondern volkswirtschaftlich ineffizient.

Der blinde Fleck in der Arbeitsmarktlogik

Der Arbeitsmarkt misst Wertschöpfung primär über Erwerbsarbeit. Tätigkeiten außerhalb formaler Beschäftigung – etwa Nachbarschaftshilfe, Vereinsarbeit oder familiäre Unterstützung – tauchen in volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen nur eingeschränkt auf.

Gleichzeitig ist das Engagement hoch:

  • Rund 29 Millionen Menschen in Deutschland engagieren sich ehrenamtlich (Freiwilligensurvey 2019).
  • Das entspricht etwa 40 % der Bevölkerung ab 14 Jahren.

Ökonomisch relevant ist dabei nicht nur der Umfang, sondern die Qualität der Tätigkeiten: Ein wachsender Teil des Engagements findet in Bereichen statt, die funktional dem Gesundheits- und Sozialwesen zuzuordnen sind.

Demografischer Druck und systemische Engpässe

Die demografische Entwicklung verschärft diese Lage:

  • Bis 2035 wird die Zahl der über 67-Jährigen in Deutschland um rund 4 Millionen Menschen steigen (Destatis).
  • Gleichzeitig fehlen bereits heute laut Bundesagentur für Arbeit über 200.000 Fachkräfte im Gesundheits- und Pflegebereich.
  • Pflegebedürftigkeit wächst schneller als institutionelle Kapazitäten.

Bemerkenswert ist: Ein erheblicher Teil der benötigten Unterstützung ist nicht medizinisch, sondern alltagsbezogen – Begleitung, Struktur, Kommunikation, Aktivierung. Diese Aufgaben werden entweder informell (Angehörige, Ehrenamt) oder ineffizient (durch Fachkräfte) erledigt.

Beides erzeugt Kosten:

  • Überlastung von Fachpersonal
  • Erwerbsunterbrechungen bei Angehörigen
  • Produktivitätsverluste und Frühverrentung

Ehrenamt als ökonomischer Faktor – nicht als Randphänomen

Studien beziffern den ökonomischen Wert ehrenamtlicher Arbeit auf über 100 Milliarden Euro jährlich, je nach Bewertungsansatz sogar deutlich höher. Gleichzeitig fehlt eine systematische Integration in Arbeitsmarkt- und Qualifizierungslogiken.

Ehrenamt erfüllt dabei drei zentrale ökonomische Funktionen:

  1. Entlastung: Niedrigschwellige Tätigkeiten reduzieren Fehlallokationen hochqualifizierter Arbeit.
  2. Qualifizierung: Kompetenzen entstehen informell, bleiben aber oft unsichtbar.
  3. Übergang: Ehrenamt wirkt als Brücke:
    • in Beschäftigung
    • zwischen Lebensphasen
    • zwischen Berufsfeldern

Diese Übergangsfunktion ist bislang unterentwickelt.

Weiterbildung als struktureller Hebel

Genau hier setzt Weiterbildung an. Wenn Tätigkeiten, die bislang informell oder rein ehrenamtlich ausgeübt werden, qualifiziert, zertifiziert und anschlussfähig gemacht werden, entsteht Durchlässigkeit statt Abgrenzung.

Aus ökonomischer Sicht bedeutet das:

  • geringere Einstiegskosten in soziale Berufe
  • bessere Nutzung öffentlicher Fördermittel
  • höhere Beschäftigungsfähigkeit ohne Vollzeitbindung
  • höhere Resilienz lokaler Versorgungssysteme

Insbesondere teilzeitfähige Online-Weiterbildungen senken Transaktionskosten für Teilnehmende und Träger gleichermaßen.

Förderlogik und Marktversagen

Auffällig ist: Viele dieser Qualifikationen sind bis zu 100 % öffentlich förderfähig (z. B. über Bildungsgutscheine). Dennoch bleiben Teilnahmezahlen hinter dem Bedarf zurück.

Die Ursachen sind bekannt:

  • Informationsasymmetrien
  • Komplexe Antragsverfahren
  • fehlende Verbindung zwischen Ehrenamt, Bildungsträgern und Arbeitsmarktakteuren

Ökonomisch gesprochen liegt ein klassisches Marktversagen vor: Angebot, Nachfrage und Finanzierung sind vorhanden – sie greifen jedoch nicht sauber ineinander.

Von der Analyse zur Praxis: Ein integriertes Modell

Ein zukunftsfähiger Ansatz besteht darin, Ehrenamt, Qualifizierung und Erwerbsarbeit als Kontinuum zu denken. Ein solches Modell ermöglicht:

  • Einstieg über Engagement
  • Kompetenzaufbau durch Weiterbildung
  • Übergang in Beschäftigung oder qualifiziertes Ehrenamt

Genau diesen Ansatz verfolgt die Meine Gesundheit Genossenschaft eG.

Weiterbildung als Infrastruktur

Die Meine Gesundheit Genossenschaft eG versteht Weiterbildung nicht als Produkt, sondern als gesellschaftliche Infrastruktur. Ihre zertifizierten Online-Qualifikationen im Bereich der gesundheitsfördernden Alltagsbegleitung sind so konzipiert, dass sie:

  • beruflich und ehrenamtlich einsetzbar sind
  • teilzeitfähig und online stattfinden
  • öffentlich förderfähig sind
  • systematisch Übergänge ermöglichen

Damit dient die MGG eG als praktisches Beispiel, wie ökonomische Effizienz, soziale Wirkung und individuelle Perspektiven zusammengeführt werden können.

Qualifizieren Sie sich für die Zukunft #NachhaltigResilient Zertifizierte Fachqualifikation zur gesundheitsfördernden Alltagsbegleitung und Alltagshilfe Gemäß §§ 43b, 53b SGB 11e (Teilzeit / Online) Ehrenamt

Weiterführende Informationen & Anmeldung:


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Autor des Textbeitrags: Oliver Schuster, Beiratsmitglied Meine Gesundheit Genossenschaft

Von admin

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